Am gestrigen Abend wurde durch Personen, die sich am Ufer der Wunstorfer Aue aufgehalten haben, eine alte Panzer- Abwehrgranate gefunden.
Nach Begutachtung durch den Kampfmittelräumdienst wurde entschieden, dass der Sprengkörper vor Ort gesprengt werden muss. Die Feuerwehrführung, der Bürgermeister und die Polizei haben daraufhin entschieden, dies zur Vermeidung einer nächtlichen Evakuierung am nächsten Morgen durchführen zu lassen. Bis in die Nacht hinein wurde der Einsatz vorbereitet. Die Einsatzleitungsgruppe der Stadtfeuerwehr Wunstorf wurde dann um 06:00 Uhr für die weitere Einsatzplanung alarmiert. Ab 08:00 Uhr wurden dann alle Feuerwehren der Stadt Wunstorf zur Evakuierung der betroffenen Straßenzüge alarmiert. Nach einer Einweisung durch den Stadtbrandmeister Martin Ohlendorf starteten die Einsatzkräfte von der Feuerwache Wunstorf in die Nordstadt und begannen ab 09:00 Uhr mit der Evakuierung.
Für betroffene Anwohner wurde eine Sammelstelle in der Stadtschule eingerichtet. Dort sorgte die Schnell-Einsatz-Gruppe der Johanniter  für die Verpflegung der Personen und der Einsatzkräfte.
Nicht gehfähige Personen wurden mit diversen Fahrzeugen der Johanniter zur Sammelstelle gebracht. Rund 30 Anwohner nahmen die Sammelstelle in Anspruch. Viele der 150 Anwohner kamen bei Freunden und Verwandten unter oder nutzten das gute Wetter für einen ausgiebigen Spaziergang.

Um etwa 11 Uhr waren alle Anwohner aus dem Gefahrenbereich raus.
Der Kampfmittelräumdienst hat daraufhin mit den Vorbereitungen der Sprengung begonnen.

Der Polizeihubschrauber kontrollierte den Bereich abschließend mit der Wärmebildkamera nach Personen.
Die Granate wurde um 11:45 Uhr erfolgreich gesprengt.
Ab 11:50 Uhr konnten die Anwohner in ihre Häuser zurückkehren.

Wir sind zufrieden mit dem Verlauf. Die Bürgerinnen und Bürger haben Verständnis gezeigt.
Vielen Dank an alle Einsatzkräfte, für die eine solche Lage in Wunstorf auch nicht alltäglich ist.

Im Einsatz waren
203 Einsatzkräfte der Feuerwehr mit 28 Fahrzeugen
40 Einsatzkräfte Johanniter mit 11 Fahrzeugen
11 Einsatzkräfte Polizei mit Pferden und Polizeihubschrauber
und der Kampfmittelräumdienst

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